Seit vier Wochen durchforstet die Praktikantin Daniela Görder das Internet nach Fällen erfolgreicher Defibrillation,. Und sie ist fündig geworden. Nicht nur aus Deutschland hat sie Beispiele zusammengetragen sondern auch aus so entfernte Regionen wie Indien, Norwegen Südamerika oder Saudi-Arabien. "Wir haben jetzt über 500 Datensätze auf unserer Website surviving-sca.com. Das sind 500 Geschichten von Menschen, die durch den Einsatz eines Defibrillators gerettet wurden", sagt sie nicht ohne Stolz. "Ehrgeizig war sie bei dieser Arbeit schon", bemerkt der Vorsitzende Friedrich Nölle mit einem Lachen, "denn sie hat die halbe Welt verrückt gemacht und bei ihrer Suche viele Bekannte im In und Ausland eingespannt!"

Tatsächlich ist die Recherche in fremden Sprachen nicht so einfach - wer weiß schon, was Plötzlicher Herztod auf chinesisch heißt,. Aber die 37jährige Praktikantin, die zurzeit eine Umschulung am Hammer Berufsförderungswerk zur Fachangestellten für Medien und Informationstechnik durchläuft, wusste sich zu helfen und konnten den Datenbestand der Seite um mehr als 200 Datensätze erweitern. Besonders berührt hat die gebürtige Bad Salzuflerin die Geschichte einer erfolgreichen Reanimation auf dem Flüchtlingstreck auf der Balkanroute. Während Polizisten regungslos zuschauten, wie ein Mann auf seiner Flucht am plötzlichen Herztod verstarb, retteten die ihn Dorfbewohner mit dem "Dorfdefibrillator".

 

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