"Es gibt immer wieder Menschen, die den Sinn und Zweck von Frühdefibrillation in Zweifel ziehen", klagt Dr. Christian Fastenrath, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins definetz e.V. in Hamm. Oft seien Unkenntnis über das Thema der Grund für diese Zweifel vermutet der Kardiologe aus Kamen. Dabei gibt es nicht schöneres, als den jeder einzelne Sieg im Kampf gegen den Plötzlichen Herztod. Dass es in all diesen Fällen immer um Zeit geht, das wissen heute Ersthelfer und auch viele Laien. Aber der Einsatz lohnt sich natürlich - wie sehr, das bleibt allerdings in vielen Fällen unbekannt. Bei der Diskussion des Themas wird oft nicht klar, wem denn da wirklich geholfen wird. Wo sind die Menschen, die gerettet wurden, und wie fühlen Sie sich?

 

Die Website surviving-sca.com sammelt weltweit Fälle erfolgreicher Wiederbelebung und stellt die Verbindung zu den Menschen her, die die Eingangsfrage "Lohnt sich das wirklich?" eindeutig mit einem klaren Ja beantworten.

Sportmoderatorenlegende Dieter Kürten (links), selber aktiver Unterstützer von Aufklärungskampagnen, ließ es sich nicht nehmen, den Vorsitzenden der beiden Vereine Friedrich Nölle (definetz) und der Kardiologe Prof. Joachim Ehrlich (Hand aufs Herz) zur gerade beginnenden Zusammenarbeit zu gratulieren.

Gemeinsam gegen den Plötzlichen Herztod

Wiesbaden. Sie verfolgen schon seit geraumer Zeit vergleichbare Ziele. Der Wiesbadener Verein „Hand aufs Herz e.V.“ und „Definetz e.V.“ wollen, dass möglichst viele Menschen eine Chance erhalten, den Plötzlichen Herztod (PHT) zu überleben. 100.000 Menschenleben fordert diese Ursache Jahr für Jahr allein in Deutschland. In diesen Tagen trafen sich die Vorsitzenden der beiden Vereine Prof. Joachim Ehrlich (Hand aufs Herz) und Friedrich Nölle (definetz e.V.) in Wiesbaden um eine Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen, die es ermöglicht gemeinsame Projekte im gemeinsamen Namen durchzuführen.

Hamm. Dass Comedians auch immer eine ernste Seite haben ist nicht wirklich eine Neuigkeit. Bernd Stelter, Karnevalist, Entertainer, Moderator, Weinliebhaber und bekennender Hollandfan machte während seiner diesjährigen Deutschlandtournee einen Zwischenstopp und besuchte definetz e.V. in Drechen. Bruni Martin, die sich seit einigen Wochen um die Buchhaltung des Vereins und das Networking kümmert, erläuterte ihm die Funktionsweise des öffentlichen System am Standort des Vereins.


Möhnesee. Ein Defibrillator von dessen Existenz niemand weiß, ist keiner. Ein Defi ohne Kenntnis über seinen Standort kann niemandem helfen. Diese keineswegs neue Erkenntnis treibt nun schon seit Jahren den Verein Definetz e.V. um, der inzwischen längst über die größte Datensammlung über Defi-Standorte deutschlandweit verfügt, der einen Defikopter als lebensrettende Luftbrücke nahezu zur Serienreife gebracht hat, dessen fachliches Gewicht weit über das hinaus geht, was seine Mitgliederstärke signalisiert. Mit einer weiteren modernen Neuheit ging der Verein jetzt an die Öffentlichkeit und aufs Wasser. Auf der "MS Möhnesee" führte Vorsitzender Friedrich Nölle ein brandneues Werkzeug in die Definetz-Hilfsfamilie im Kampf gegen den Plötzlichen Herztod ein: das Tracking-System MODEST (Mobile Defibrillator Standorte), basierend auf einer Vernetzung der Definetz-Daten mit Defibrillator-Standorten auf automobilen oder anderen beweglichen Transportmitteln.

Rhynern. Defibrillatoren gab es immer schon auf dem Gut Drechen, dem Sitz des Vereins Definetz e.V. Das Manko war allerdings bisher, dass die Geräte waren nur während der Öffnungszeiten erreichbar waren. Diesem Missstand wurde nun abgeholfen und ab sofort ist rund um die Uhr ein Physio Control CR plus zu erreichen. Das Gehäuse, ein AED-Cabinet von Rotaid fällt mit seinen charakteristischen runden Form sofort auf und ist mit einer leichten Drehbewegung schnell zu öffnen. Der Aufmerksamkeitswert für den Standort wird noch erhöht durch die  Infotafel, die von der Firma "attestor Consulting" in Rösrath für den Verein entwickelt wurde. Sie enthält zahlreiche nützliche weitere Informationen.

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